Systemische Therapie

Systemische Therapie - was ist das?

Die Systemische Therapie und Beratung ist ein eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren, welches den einzelnen Menschen im Beziehungsgefüge seines Umfeldes betrachtet. Die therapeutischen Interventionen zielen darauf, Ressourcen zu aktivieren und Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten zu erweitern. Ich arbeite mit Ihnen „nach vorne blickend“, scheue dabei jedoch nicht, mit Ihnen einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Ich stelle dabei nicht die „Ursachenforschung“ ins Zentrum der Bemühungen, sondern viel eher ist es die Suche nach Lösungen, die es dem Klienten erlaubt, mehr Selbstbestimmung zu erlangen und eigene Entscheidungsmöglichkeiten zu erweitern.

Welche Formen der systemischen Therapie gibt es?

Systemische Therapie - Die Rahmenbedingungen

Zu Beginn der Systemischen Therapie oder Beratung klären wir ausführlich, welche Anliegen und Erwartungen Sie mitbringen. Art, Umfang und Dauer der Therapie werden individuell abgestimmt und können sehr unterschiedlich sein. Sie richten sich nach den Zielen und Wünschen des Klienten.

Typische Systemische Therapie- Methoden sind

  • Das systemische Fragen
    Die besondere Fragetechnik ist ein Kennzeichen der Systemischen Familientherapie: Fragetypen sind z.B. zirkuläre Fragen, Skalierungsfragen, Wunderfragen, Fragen nach Ausnahmen, zum Therapierahmen, zur Therapiemotivation, zur Möglichkeitskonstruktion, hypothetische Fragen, Fragen nach Alternativen im Verhalten, nach Vergleichen, nach problematischen Verhaltensweisen und deren Ausnahmen, zum Raum und zum zeitlichen Kontext des Problems, lösungsorientierte Fragen.
  • Das zirkuläre Fragen
    Zirkuläre Fragen dienen dazu, vielseitige Informationen für die Familienmitglieder und den Therapeuten zu gewinnen. Sie wollen zeigen wie unterschiedlich bestimmte Lebens- und Erlebenswelten in der Familie erfahren werden. Sie schaffen Unterschiede, die einen Unterschied machen, um in der Familie gewohnte Sichtweisen und Verstehensweisen zu "verstören". Zirkuläre Frage sind z. B: " Was glauben Sie, fühlt Ihre Tochter, wenn Sie mit Ihrem Mann streiten?"
  • Das Genogramm
    Mit Hilfe des Genogramms können komplexen und für Außenstehende verwirrenden Informationen über das Familien- und Herkunftsfamiliensystem übersichtlich und klar dargestellt werden. Es bietet die Möglichkeit sich der eigenen Herkunft klarer zu werden und leistet einen bemerkenswerten Beitrag zur eigenen Identitätsfindung. Weiterhin lassen sich die Familiengeschichten/ und Traditionen, Regeln und Muster leichter nachvollziehen und damit die Lebensgeschichten besser verstehen.
  • Die Familienskulptur
    Sie ist eine der erlebnisintensivsten Methoden der Systemischen Familientherapie. Dabei wird versucht, die Situation in einer Familie durch eine Art "Denkmal" darzustellen. Beim Stellen einer Skulptur kann auf unterschiedliche Modalitäten geachtet werden:
    • durch den räumlichen Abstand wird dargestellt, wie nah bzw. wie distanziert sich die Familienmitglieder fühlen.
    • durch die Größe kann dargestellt werden, wer sich in der Familie oben bzw. unten fühlt, wer wie viel Macht, viel oder wenig Einfluss hat.
    • durch Mimik, Gestik, Handbewegung, Kopfbewegung etc., kann differenzierter dargestellt werden, wie sich die einzelnen Familienmitglieder zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt in der Familie fühlen.
  • Das Reflecting Team
     
  • Die Schlussintervention „Hausaufgaben“
    Die Abschlussintervention gehört zu einem der Erkennungsmerkmale der Systemischen Familientherapie. In der Geschichte der Systemischen Familientherapie nach Virginia Satir stand die eigentliche "Verschreibung" wie z.B. die paradoxe Intervention im Vordergrund der Abschlussintervention. In den letzten Jahren rückte der "Kommentar" mehr in den Mittelpunkt. Die eigentliche Empfehlung in der Abschlussintervention wird als eine Idee für das praktische Tun vermittelt.